Antwort auf eine E-Mail

Liebe Nachbarin,

nachdem Sie mir Ihre E-Mail nochmals in den Briefkasten gesteckt haben, möchte ich einiges klar stellen:

Soweit ich ihrem Wurfzettel entnehmen kann handel es sich auch um Unterzeichner die in der Freunder-Landstraße wohnen und nicht betroffen sind.

Freunder-Landstraße 100 hat einen großen Garten, kann den Skateboard-Lärm nicht hören, nur eventl. normalen Kinderlärm aus dem Sandkull, wenn überhaupt (laut Luftbild)

Wie Sie beim Einwurf Ihres Flugblattes wohl bemerkt haben, wohne ich direkt in der Buschstraße. Die Kids fahren besonders gerne vor meinem Haus mit den Skateboards, denn mein Gitter vor dem Grundstück eignet sich vorzüglich zum Training. Ich bin Softwareentwickler und arbeite in meinem Büro, sprich ca. 3 Meter entfernt, und dies zum Teil bis tief in die Nacht. Ich habe da kein Problem. Zudem war ich viele Jahre als Jugendgruppenleiter aktiv, das härtet ab. 

Fakt 4: Sie verdrehen die Tatsache!

Die Kinder sind nicht verjagt worden weil sie in der Buschstraße spielen…!!!!!!

Die Kinder sind verjagt worden, weil ihre akrobatischen Sprünge mit den Skateboard`s, Bordstein rauf, Bordstein runter, einen tlw. ohhrenbetäubenden Lärm verursachen.

Dies ist zeitweise nicht zu ertragen.

Ich hoffe, Ihnen ist klar, dass Sie keinen hoheitlichen Aufgaben wahr nehmen dürfen. Von daher würde ich niemanden raten, Kinder zu verjagen. Da fällt mir der Begriff der Nötigung ein.

Zudem: Kinder dürfen ohne wenn und aber auf den Bürgersteigen spielen, laut Auskunft der Polizei. Das setzt den Jugendschutz nicht außer Kraft, und ab 22 Uhr sollte Ruhe herrschen. 

Die Kids sind mir gegenüber sehr freundlich, wenn man ihnen freundlich entgegekommt…!!!!!!!

Ich selber habe mir schon ein Skateboard der Kids gefragt um mal auszuprobieren wie es sich denn damit so fahren lässt.

Ich unterhalte mich auch ab und an mit den Jungs, sie grüßen alle und sind im großen und ganzen, ganz nett.

Auch auf meine Bitten hin: Jungs, wechselt mal für 2 Stunden euer Kampfgebiet, die Kleine braucht ihren Mittagsschlaf (meine Nichte, 2,5 J. war eine Woche in den Ferien zu Besuch) gab es keine Probleme. Die Jungs fuhren, die Kleine konnte schlafen und alle waren zufrieden.Auch danach habe ich mich nochmals für ihr Verständniss bedankt.

Auch auf meine Bitte: Jungs nicht heute, heute ist Sonntag, die ganz Woche habt ihr euch hier aufgehalten, aber bitte heute mal nicht. Auch das ist ist akzeptiert worden.

Also, es geht alles wenn man nur freundlich bittet.

Aber auch das immer wieder „bitten müssen“ nervt.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der man auch Dinge absprechen kann und muss, und dies geht doch, wie Sie selber bestätigen.

Was mir massiv missfallen hat, war, wie eine männlich Person (nicht Sie) vor einigen Wochen 2 Kids in der Buschstraße nieder machte, anders kann man es nicht bezeichnen. Und dies war auch der Stein des Anstoßes. Wenn Absprachen nicht mehr helfen, wenn erwachsene ältere Männer nicht wissen, sich Jugendlichen gegenüber zu benehmen, dann muss man es anders regeln.    

So nun zum Thema “ Spielstraße“.

Spielstraße ist mit sehr hohen Auflagen verbunden:

zB.: Bürgersteine werden ebenerdig gemacht, Staßenbelag wird komplett erneuert, nur begrenzte Parkmöglichkeit da fest angelegte, begrentze Parktaschen angelegt werden. Pflanznischen werden erstellt, usw. usw.

Das heißt: viele Monate Bauzeit, zeitweise keine Befahrung der Straße möglich, viele jetzige Parkmöglichkeiten fallen weg. Die Kosten der Umgestaltung/ Erneuerung zur Spielstraße kann von der Stadt auch auf die angenzenden Eigentümer umgelegt werden.

Woher glauben Sie zu wissen, was an Auflagen und Kosten auf wen zukommt? Dazu möchte ich erst einmal etwas von der Fachverwaltung hören. Zudem wird auch die Frage sein, was die zuständigen politischen Gremien dazu sagen und was diese für nötig halten und was nicht. Randbemerkung: Ich war 10 Jahre Mitglied der Bezirksvertretung Brand, Herr Engelhardt war Ratsherr, wir sind also nicht ganz unwissend :-).

Kommen wir aber noch mal zum Kern zurück: Nicht jeder ist so Lärmresistent wie ich, zudem können beim Spielen PKWs beschädigt werden, und es gibt optimalere Spielflächen für Skateboards.

Um nach Wegen zu suchen, möglichst alle Bedürfnisse zu befriedigen, dient unser Treffen am Freitag. Niemand von den 3 Unterzeichnern legt sich vorab auf einen Weg fest, Ideen darf man aber äußern. Im Moment favorisiere auch ich eine andere Lösung von Herrn Engelhardt.    

Aber wie schon erwähnt: Wir leben in einer Gesellschaft, in der man auch Dinge absprechen kann und muss. Und dazu soll unser Treffen dienen.

Mit freundlichen Grüßen und bis Freitag

Alexander Erwin Weyermann 

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